Menstruation und Pubertät


Mädchen erleben in der Zeit der Geschlechtsreife erhebliche körperliche und seelische Veränderungen. Der Reifungsprozess äußert sich in der Orientierungssuche. Neben der Identitätssuche und dem neuen Selbstwertgefühl, beeinflussen auch die körperlichen Veränderungen das seelische Wohlbefinden.
Während der verstärkten Hormonproduktion in der Pubertät entwickelt sich der Körper eines Mädchens Schritt für Schritt zum Körper einer Frau. Meistens beginnt die Pubertät im Alter von 9 bis 13 Jahren mit der ersten Schambehaarung und dem Wachstum der Brust. Es folgt ein Wachstumsschub und die erste Menstruation (sog. Menarche) setzt ein. Etwa mit 17 Jahren ist die Pubertät dann abgeschlossen und aus einem Mädchen ist eine Frau geworden.

Mit der Menarche wird immer noch ein Gefühl von Scham, Unreinheit und Ekel assoziiert, anstatt es als eine natürliche Gegebenheit zu sehen. Deswegen haben es Mädchen schwer, mit der Menstruation und den begleitenden Symptomen in einer selbstverständlichen Weise umzugehen. Neben den Unterleibsschmerzen tritt vielfach das sog. Prämenstruelle Syndrom (Vorboten und Begleiterscheinungen der Menstruation – kurz: PMS) hinzu. Die Symptome des PMS sind unterschiedlich, zu nennen sind hier nur einige: Übelkeit, Angstzustände, Tränenausbrüche, Erschöpfung, Überforderung, etc.
Mädchen werden durch die Menstruation schon frühzeitig mit den Veränderungen ihres Körpers konfrontiert. Mit den hiermit verbundenen Symptomen, wie Unterleibschmerzen und den Begleiterscheinungen (PMS), müssen die Mädchen schon im frühen Alter lernen umzugehen.
All das könnte der Grund dafür sein, dass Mädchen ein ausgeprägteres Körperbewusstsein entwickeln und auch im Erwachsenenalter eher auf die Vorboten ihres Körpers hören.

Wechseljahre

Mit den Wechseljahren (auch Klimakterium genannt) bezeichnet man die Phase im Leben einer Frau, in der ihre körperliche Fruchtbarkeit zu Ende geht. Der Übergang und die Veränderung in den Wechseljahren macht eine Neueinstellung des körperlichen und des seelischen Gleichgewichts erforderlich. Viele Frauen unternehmen enorme Anstrengungen, um diese Phase so weit wie möglich hinauszuzögern. Das Klimakterium wird von vielen mit dem Prozess des Alterns assoziiert. Die Zeit der Fruchtbarkeit ist vorüber und sie scheinen ausgedient zu haben.

Im weiblichen Organismus findet während den Wechseljahren eine grundlegende Veränderung des Hormonhaushaltes statt. In dieser Phase treten sowohl organische Symptome auf, wie Blutdruckschwankungen, Osteoporose, Beschwerden des vegetativen Nervensystems, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, psychosomatische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme, als auch psychische Symptome, wie Involutionsdepressionen. Von vielen Frauen wird diese Lebensphase als Verlust, Zusammenbruch und Chaos angesehen.
Das Bild der kränklichen Frau fügt sich auch heute immer noch in die geschlechterspezifische Sozialisationstheorie, welche der Frau immer noch Leiden und Schwäche zuordnet.

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